Familienschmuck ©Ulrike Miesen-Schürmann 2006
„Hast du alles, Jonas?“, fragt mich Jenny besorgt.
„Nun übertreib’ nicht. Auch wenn die Stimmung zu Hause am Boden ist, wird’s wohl nicht tränenreich abgehen“, beruhige ich sie und finde meinen Rucksack etwas leer. Die Wäsche blieb schon lange hier und der Weg heim wird immer länger, zu lang, um oft dort zu sein, wo ich heute hinfahre.
„Schon gut“, murmelt sie in ihr halbvolles Wasserglas.
Es ist zu heiß für Diskussionen über Leid und Mitleid. Mein Blick fliegt durch die Regale. Da ist er! Wahrscheinlich ist es simple Nostalgie, die mich den kleinen Messing-Kompass einpacken lässt. Jenny schaut mir zu und dann auf den Boden. Ihre Gold bemalten Zehen spielen mit den Teppichflusen. Opa Kurt, das Gold und ich!
„Hab’ dich lieb“, raune ich in ihr Haar und verlasse die Wohnung.
Mit dem Zug rase ich immer bekannteren Orten entgegen. Es dauert Stunden, bis ich kurz vor dem Endbahnhof an Opas Schrebergartengebiet vorbeischaukele. Ich suche nach dem rot gedeckten Dach – wie immer, wenn ich nach Hause komme. Ab heute gibt es keinen Grund mehr dafür.
Da ist das Dach - blass, weil die weiße Sonne alles Grün und alle anderen Farben auslutscht. Obendrauf habe ich gesessen, nachts mit Opa. Keiner durfte es wissen. Keiner weiß es bis heute – ich bin als einziger Mitwisser übrig geblieben. Mein Magen ist voll schwerer Mitwisserschaft. Jetzt nicht an den Cremekuchen von Tante Anna denken, besser an die warmen Dachpfannen unter unseren Pobacken – damals. Opa hat mir mein Sternzeichen Fische gezeigt. Wir saßen da oben, bis ich an seinem Bauch eingeschlafen war. Ich weiß bis heute nicht, wie er mich heil herunter bekommen hat, ohne mich zu wecken. Dafür gibt es gar keinen Mitwisser mehr.
Bei diesen Temperaturen lässt sich weder Tier noch Mensch draußen blicken. Erst am Abend wandern sie mit Gieskannen, Sprengern und Schläuchen durch ihre Beete, um die Früchte und Fische zu retten und um irgendwann irgendetwas zu ernten.
Opa ist … war ungern im Häuschen. Er war zu groß für die 30 m², die gerade zwei Meter hoch waren, eben ein Kleingarten, eben einer der … schönsten Orte überhaupt!
Die Bretter des Eingangstores sind schief. Hatte er nicht ein neues Tor einsetzen müssen, damit der Frieden im Verein gewahrt bleibt? Das sagte Mama irgendwann. Wann war das? Stehen links immer noch die Kartoffeln und rechts schlingen sich Erbsen die Drähte hinauf? Was kommt dahinter? … Lange nicht mehr da gewesen.
Opa hatte es mir am Telefon versprochen: „Lass dir Zeit, Junge, ich bleibe noch an Land.“ Er hat es nicht gehalten, das Schlitzohr. Ich grinse. Ich darf das, auch wenn Mama mir gleich mit laufender Nase in die Arme fällt.
Der Kies knirscht, die Rosen riechen nach Himbeeren, der Sanddornbusch schickt eine Wolke Süßes hinterher, bis ich an die grüne zahllos übergestrichene Bank unter der Markise komme. Im dunklen Drinnen riecht es nach 50er-Jahre-Staub aus einem Cocktailsessel und dem plüschigen Sofa. Im dunkelbraunen Schrank liegt Papier unter dem cremefarbenen Geschirr mit dem Goldrand. Opa erwischte mich, als ich mit einer Feile aus dem Rand einer Tasse Goldstaub machen wollte. Er schlug sich auf den Bauch und erklärte mir, dass Gold keinen Wert hätte, sondern … habe ich vergessen. Warum erinnern sich alle Menschen immer an die weisen Worte ihrer Vorfahren? Oder denken die sich das aus?
Auch von meiner Schatzsuche erfuhr niemand etwas. Ich war jetzt - Alleinwisser. Was wohl die anderen allein wissen? Mama am meisten; Tante Anna ist jünger und lässt - ließ sich selten bei Opa blicken. Gut so! Es genügt vollkommen, wenn nachher Kaffee bei ihr angesagt ist.
Die abgeschabte Tasse steht ganz hinten im Schrank. Vielleicht wundert sich jemand beim Ausräumen darüber, aber ich bleibe Alleinwisser. Bevor man an die Tassen herankommt, muss man „Lucy“ wegstellen – Opas ganzer Stolz, meiner auch, mit 10 oder so. In ihrem Bauch liegt das Gold – seit 15 Jahren.
Nach Omas Tod fing er an in der Küche zu basteln. Er hobelte, feilte, sägte, leimte und nagelte. An der Zweimastbark hat er lange gebastelt. Bei der Arbeit erzählte er aus seinem Leben auf See. Er muss lange zur See gefahren sein, erst auf einem Krabbenkutter vor der Küste, dann fischte er Größeres. Fisch aß ich nur bei ihm. Mit „Auf dem Schiff…“ fingen seine Storys immer an. Die Geschichte von einem chinesischen Koch hatte mich auf die Idee mit dem Gold gebracht. Beim Ausnehmen eines Fisches fand dieser Koch einen goldenen Ring. Der Mann wohnte mit seiner Frau und vielen Kindern in einer kleinen Holzhütte. Man wusste nicht, ob er jemals wieder nach Hause käme. Er war jedoch so grundehrlich, dass er mit seinem Fund zum schmierigen Kapitän ging. Der nahm ihm diesen lachend ab. Ein Jahr später ging der Kapitän mit einem neueren und größeren Schiff mit Mann und Maus in einem Taifun unter. Der Koch konnte im gleichen Jahr glücklich in Schanghai von Bord gehen. Viele Kinder und eine kleine Frau empfingen ihn.
Die „Lucy“ sollte mit Recht Gold geladen haben.
„Auf dem Schiff zwischen den Eisbergen vor Grönland…“, „Auf dem Schiff gab es einen verrückten Steuermann“, „Auf dem Schiff …“ In meinem Kopf schwimmen Seeschlangen, Stürme, Wassereinbrüche durcheinander. Hoffentlich gibt es „Lucy“ noch! Und die Besatzung: Kapitän Hai, Steuermann Kurt und den Leichtmatrosen Jonas. Zu mehr kleinen Holzfiguren ließen ihm seine schlechten Augen nicht die Chance.
Immer wenn ich an „Lucy“ vorbeiging, setzte ich die bemalten Holzfiguren an die falschen Plätze: den Kapitän in die Takelage, Kurt auf den Ausguck und mich ans Steuer. Wenn ich Opa das nächste Mal besuche, sind sie wieder an ihrem Platz, waren…das letzte Mal? Weihnachten. An „Lucys“ Bug klomm eine goldene Girlande.
Wir lösen heute Opas Domizil auf. Meine Eltern warten jetzt am Bahnhof. Mama hat ein Taschentuch gezückt und drückt es an ihre rote Nase. Opa hätte mir auf die Schulter geklopft. Tränen lachte er am liebsten weg. Eine gute Lösung, - finde ich, fand ich, finde ich immer noch.
„Lasst uns gleich hinfahren!“ sagt mein Vater, als wir zu dritt im heißen Auto sitzen. Mama schnäuzt sich.
„Ok!“, rufe ich, um meiner Mutter klarzumachen, dass sie sich um mich wirklich keine Sorgen machen muss. Opa hätte es auch nicht. Frauen sind anders.
Ich greife wie immer als erster die Klinke des Gartentors, diesmal die neue aus Plastik, drum herum grüner Maschendrahtzaun. Mein Mund will sagen: Opa muss mal wieder die Buchenhecke schneiden. Ich kann meinen trockenen Mund grade noch schließen. Alles ist anders.
Der lange Gang zum Haus führt mitten durch die Beete. Die Erdbeeren sehen kümmerlich aus. Die Erde ist trocken und aufgerissen. Die Bohnen hängen mit schlappen Blättern gen Boden.
„Gießt denn hier keiner?“, will ich wissen.
„Doch, wir kommen jeden Abend“, versichert Mama und legt mir eine Hand auf den Arm.
„Das ist zu wenig.“ Ich tätschele ihre schwammige Hand und gehe weiter.
„Die Bank fehlt“, stelle ich fest.
„Anna wollte sie haben. Peter hat sie wohl schon abgeholt“, erklärt mein Vater und reibt sich seinen Nacken. Ich sehe sein schlechtes Gewissen. Wem gegenüber? Opa? Mama? Mir?
Eins… Zwei… Drei… „Na, dann“, seufze ich und will hineingehen. Abgeschlossen. Er ist wirklich nicht mehr da.
Ich spüre Tränen aufsteigen und schaue auf meine Füße. Mama schiebt mich zur Seite. Ihre Locken streifen mein Kinn. Hineinweinen wäre jetzt schön. Sie nimmt meine Hand und zieht mich hinein. Es ist dunkel und kühl. Verschwommen sehe ich den Sessel am Fenster.
„Da habe ich ihn gefunden“, ruft Vater. „Er muss ihn dort hingeschoben haben, bevor er …“
Auf der Fensterbank steht „Lucy“ in der prallen Sonne. Alles, was er liebte ganz nah: Kapitän Hai in den Seilen, Jonas am Steuer und Kurt - steht aufrecht darunter - im Meer und ertrinkt in der Mittagssonne.
„Ich habe nichts angefasst“, beeilt sich Vater.
„Komisch“, murmele ich und schüttele Mamas Hand von meiner hängenden Schulter.
„Guckt, ihm war am Ende doch klar, wo er hingehört“, sagt Mama und nimmt ihren Vater in Miniatur in die Hand.
„Was soll das?“, will ich wissen und nehme ihr Kurt weg. Dann stelle ich ihn neben mich ans Steuer.
Vater drängt Mama zur Seite und betrachtet den neuen Platz. „Da passt er viel besser hin“, und nickt andächtig. Irgendetwas stimmt hier nicht. Habe ich etwas verpasst?
„Ihr habt euch doch nie für die „Lucy“ interessiert“, werfe ich ihnen vor die Füße.
Mama dreht sich um. Vater kratzt sich im Nacken und ruft:
„Lasst uns anfangen!“
An der Rückwand ist ein heller rechteckiger Fleck, in dem die Tapete noch weiß und die Blümchen noch rot sind. Der dunkelbraune Schrank mit dem Geschirr ist weg.
„Deine Cousine brauchte das Büffet und Tante Anna wollte das Service haben“, erklärt Vater schnell.
In der Küche gibt es keine Möbellöcher. Opa war kein Freund von geordneten Werkzeugwänden. Bunte Schraubzieher liegen durcheinander auf dem Tisch, die Kaffeemaschine steht daneben, darauf seine ölverschmierten Fingerabdrücke. So könnte es bei mir zu Hause auch aussehen. Arme Jenny!
„Wir müssen alles ausräumen. Der Kleingartenverein kommt nachher vorbei“, ruft Vater aus dem Wohnzimmer. „Was du behalten möchtest, Jonas, leg’ gleich ins Auto. Wir haben alles.“
Verrückt, dass das alles war und jetzt nichts mehr ist. Nichts wollte er anders haben, nicht einmal eine neue Kaffeemaschine. Alles anders. Alles herausreißen, alles Müll! – Der Müll eines Menschen, in dem er zufrieden war … für andere eine sinnlose Beschäftigung, die man ihm schuldig ist. Wem? Opa? Dem Tod? Dem Kleingartenverein, der sich schon auf neue Pächter freut, die brav das anpflanzen, was in der Verordnung steht. Ärger gab es oft genug.
Vater steht hinter mir. „Es ist nicht mehr viel: die Teppiche, der Tisch, den Sessel, das Sofa – die schweren Sachen halt.“ Er bricht ab.
So schweigsam das Räumen geschah, so fahren wir zu Tante Anna. Ich sitze hinten und „Lucy“ habe ich auf dem Schoß wie ein kleiner Junge sein Modellboot. Die Segel sind verstaubt. Die Besatzung logiert in meiner Hosentasche. Es wird Zeit, dass die Drei tatsächlich reisen.
Man erwartet uns schon auf der Auffahrt, das zweistöckige Haus dreimal so groß wie das im Kleingarten, der Rasen kurz geschnitten, vereinzelt eine Schale mit Geranien. Den Kaffee gibt es auf der Terrasse. Zwei riesige Schirme schließen die Sonne aus; zwei große Ventilatoren pusten ihre elektronische Kühle in die Luft. Auf der glatten perlweißen Tischdecke steht um die beiden hohen Torten herum das alte cremefarbene Service, Teller, Tassen, Zuckerdose.
„Hast du die selbst gemacht, Anna?“, fragt Mama.
„Mir kommt kein gekaufter Kuchen ins Haus!“, betont Tante Anna und greift zur Isolierkanne und der ersten leeren Tasse. „Setzt euch doch endlich!“
Onkel Peter hebt die Stimme mit Blick auf den Tisch: „Wir dachten, so zu Kurts letzten Ehren könnten wir sein Service….“
„Das war immer Mutters Service“, fällt ihm seine Frau ins Wort. Ruhe. Nur der Kaffee fließt gluckernd.
„Stellt euch vor, an einer Tasse war fast der ganze Goldrand ab“, fängt Tante Anna eine Unterhaltung an.
Mir schießt das Blut in den Kopf. Wie alt bin ich eigentlich? Irgendeine Hand stellt mir eine der Tassen gefüllt vor die Nase. Ich hasse Kaffee. Ich hasse diese Tasse mit dem sauberen Goldrand.
„Ich habe sie gleich weggeschmissen“, setzt meine Tante nach.
„Ich hätte sie behalten“, höre ich mich sagen.
Bin ich verrückt? Mama hält sich immer brav zurück. Papa kann gar nicht streiten. Meine Hände verknoten sich unter dem Tisch. Meine Augen kleben an der makellosen Tasse.
„Ja, du. Studenten sind eh unordentlich. So etwas kann man doch keinem anbieten“, entrüstet sie sich, greift zum blitzenden Tortenheber und beginnt ihre Machwerke zu verteilen.
Ich sitze da als bloßes Produkt ihrer Schwester, das nicht weiß, was sich gehört, und einfach weiter spricht:
„Du hättest sie als Erinnerungsstück behalten können.“ Es ist wohl Zeit etwas zu sagen. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Meine Tante gibt nicht auf: „So ein Quatsch! So etwas versteckt man höchstens hinten im Schrank.“ Dann ändert sie den Kurs: „Wie schmeckt’s euch denn?“
Alle beeilen sich, ihre Gabeln in die Sahneberge zu stechen. Die Kauzeit nutze ich für mich, für Opa: „Dort stand die Tasse doch auch, oder?“
Irgendjemand tritt mich unter dem Tisch. Lasst mich!
„Stimmt, woher weißt du das?“, will Tante Anna wissen. Sie will immer alles wissen, auch wenn es sie nicht interessiert. „Ach, ist doch egal. Jetzt ist sie im Müll.“ Sie lächelt in die Runde. „Na?“
„Sehr lecker!“, sagt mein Vater. Meine Mutter nickt dazu.
Mein Stück steht immer noch unberührt vor mir – auf dem Teller mit Goldrand. Auf dem Kaffee schwimmt ein bläulicher Film. Dunkles Meer…
„Warum habt ihr die „Lucy“ nicht auch mitgenommen?“
„Wen?“, fragt Onkel Peter.
„Die Zweimastbark.“
„Den alten Kahn?“, „So ein Staubfänger!“, rufen Onkel Peter und Tante Anna durcheinander. Er winkt ab. „Mit seinem Spleen will ich nichts mehr zu tun haben“, setzt sie nach.
„Zur See fahren ist also ein Spleen?“, frage ich gereizt.
Meine Tante ist sprachlos und glotzt meine Eltern an. Die haben das Kauen eingestellt.
„Ihr seid schöne Eltern.“ Sie schüttelt den Kopf, „Habt ihm immer noch nicht erzählt, dass seine Geschichten nur Seemannsgarn waren und das nicht einmal von einem Seemann.“ Sie piekt in ihren Kuchen. Papa und Mama schauen mich schuldig an, als wollten sie sich in ihren Tassen vergraben.
„Mein Junge“, versucht es Onkel Peter, „dein Großvater ist nie zur See gefahren.“
„Das Schiff stand am Fenster. Er hatte sich selbst unter das Schiff gestellt“, sagt Mama.
Tante Annas Gabel klirrt: „Wenigstens im Sterben war er ehrlich.“ Sie lacht und schüttelt den Kopf.
„Nur gestrichen hat er die Schiffe“, schließt mein Onkel nickend und greift zu seiner Tasse. „Hast du noch etwas Kaffee, Schatz?“
Tante Anna springt auf: „Aber sicher!“ Mit ihrem vollen Umfang schwenkt sie die Isolierkanne. „Noch jemand?“ Mein Vater hebt mit vollem Mund die Tasse.
Ich springe auf: „Ja, fresst euch nur voll und ertränkt euch im Kaffee. Werft Tassen und Schiffe weg, bloß damit sie keinen Staub ansetzen.“ Dann reiße ich an der viel zu weißen Tischdecke. Das Geschirr klappert. Meine immer noch volle Tasse schwappt über, kippt um und - zerbricht.
Alle machen große Augen und nehmen einen tiefen Atemzug.
„Jetzt hast du eine Tasse zu wenig. Schade, dass du die andere nicht behalten hast.“ Es ist heiß unter den Sonnenschirmen. Alle schauen um sich und kneten die verstellbaren Armlehnen. Mir geht es gut.
„Willst du jetzt alles wegwerfen? Soll ich noch weiter reißen? Dann ist endlich alles weg!“, zische ich.
„Jonas!“, ruft Vater.
Mama greift nach meiner Hand. Ich reiße mich los, schaue einmal in die Runde, in Tante Annas Tortengesicht, in Onkel Peters Lehrergesicht, in Vaters hilfloses Gesicht, in Mutters jammervolles Gesicht.
„Eine schöne Familie“, murmele ich und gehe zum Auto. Der Kies knirscht genauso wie im Schrebergarten. Die Sonne sticht. Ich wische mir den Schweiß aus dem Nacken. „Lucy“ brütet im Wagen. Ich spiele mit den Figuren in meiner Hosentasche. Der Steuermann seufzt.
Am nächsten Abend stelle ich „Lucy“ auf mein weißes Fensterbrett neben den Kompass. Ihre Segel wirken jetzt noch vergilbter. Ich zeige Jenny die drei Figuren. Sie lacht und findet meine Erbstücke „cool“.
„Haben sie Namen?“, fragt sie.
„Kapitän Hai“, ich setze ihn auf die Brücke, „Steuermann Kurt“, er kommt ans große Rad, „und der Leichtmatrose Jonas“, ihn hänge ich in die Takelage.
„Die Drei und das Schiff hat dein Opa selbst gebaut?“
Ich nicke.
„Er muss ein toller Mann gewesen sein.“
Ich lächele sie an und sage: „Er war Seemann.“